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Warum die meisten ihre Ausdauer falsch trainieren?

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  Optimales Ausdauertraining: Warum das Verhältnis 2:1 aus Zone 2 und Zone 5 den Unterschied macht Wer sein Ausdauertraining verbessern will, landet früher oder später bei derselben Frage: Wie viel Tempo braucht es eigentlich? Die intuitive Antwort vieler Freizeitsportler lautet „mehr ist besser, härter ist besser“. Wer öfter im roten Bereich trainiert, verbessert doch automatisch seine Leistungsfähigkeit – oder?  Die Sportwissenschaft zeichnet ein anderes Bild. Untersuchungen an Ausdauersportlern aller Leistungsklassen, allen voran die vielzitierte Arbeit des norwegischen Sportphysiologen Stephen Seiler, zeigen immer wieder dasselbe Muster: Wer nachhaltig schneller werden will, verbringt den Großteil seiner Trainingszeit bewusst langsam – und nur einen kleinen, gezielten Anteil richtig hart. In diesem Beitrag geht es um genau dieses Prinzip: ein Verhältnis von zwei ruhigen Grundlageneinheiten (Zone 2) zu einer intensiven Einheit (Zone 5 bzw. HIIT) pro Woche.  Wir schau...

Bis zum Muskelversagen trainieren? Was eine neue Studie über Kraft und Muskelaufbau wirklich zeigt

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  Warum der Geschwindigkeitsverlust an der Hantel entscheidet, ob ein Trainingsplan eher Kraft oder eher Muskelmasse liefert Der Mythos vom Alles-Geben Wer im Kraftraum wirklich alles gibt, trainiert bis zum Muskelversagen – so lautet eine der hartnäckigsten Überzeugungen im Krafttraining. Erst wenn die letzte Wiederholung nicht mehr gelingt, hat man angeblich das Maximum aus einem Satz herausgeholt. Diese Vorstellung ist tief verwurzelt in Trainingsratgebern, Foren und Studios, und sie klingt plausibel: mehr Anstrengung, mehr Reiz, mehr Ergebnis. Eine 2026 in Medicine & Science in Sports & Exercise veröffentlichte Studie mit 158 trainierten Männern stellt dieses Dogma differenziert infrage. Nicht, weil hartes Training nutzlos wäre, sondern weil die Studie zeigt, dass der Punkt, an dem man einen Satz abbricht, kein einzelnes Optimum hat, sondern eine echte Weichenstellung ist: Wer früher aufhört, gewinnt an Maximalkraft. Wer bis nahe ans Versagen geht, gewinnt an Musk...

Wenn der Einbeinstand mehr verrät als der Blutdruck

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  Was eine große Studie aus Taiwan über körperliche Fitness und Lebenserwartung im Alter zeigt Einleitung Wie lange ein Mensch lebt, hängt von vielen Dingen ab: von der Genetik, von Vorerkrankungen, vom sozialen Umfeld, vom Zufall. Eine im August 2026 im renommierten Fachjournal JAMA Network Open veröffentlichte Studie liefert nun einen überraschend einfachen und zugleich sehr aussagekräftigen Anhaltspunkt: Wer im höheren Lebensalter gut auf einem Bein stehen, sich zügig von einem Stuhl erheben oder eine kurze Gehstrecke flott und sicher bewältigen kann, hat ein deutlich geringeres Risiko, in den folgenden Jahren zu sterben – und das unabhängig davon, was die Person selbst über ihre sportliche Aktivität berichtet. Ein Forschungsteam um Min-Chen Wu, Chen-Te Hsu und Hsiu-Tao Hsu untersuchte dafür mehr als 13.000 ältere Menschen in Taiwan über einen Zeitraum von rund sieben Jahren. Die Ergebnisse sind nicht nur wissenschaftlich bemerkenswert, sondern liefern auch sehr praktische A...

Warum Frauen anders altern als Männer?

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  Einleitung Dass Frauen und Männer unterschiedlich altern, ist eine alltägliche Beobachtung – doch sie ist auch wissenschaftlich außerordentlich gut belegt. Die Unterschiede zeigen sich nicht nur äußerlich, etwa in der Hautalterung, sondern reichen bis in die Zellbiologie, den Hormonhaushalt, das Immunsystem, das Skelett, die Muskulatur und sogar das Gehirn hinein. In Deutschland werden Frauen im Durchschnitt rund fünf Jahre älter als Männer: Männer erreichen statistisch ein Alter von etwa 78,5 Jahren, Frauen etwa 83,4 Jahre. Interessanterweise bedeutet ein längeres Leben jedoch nicht automatisch ein „leichteres“ Altern – Frauen verbringen im Schnitt mehr Lebensjahre mit chronischen Erkrankungen und Einschränkungen als Männer, ein Phänomen, das in der Forschung als „Geschlechter-Gesundheits-Paradox“ bezeichnet wird: Frauen leben länger, sind dabei aber häufiger krank. Diese Abhandlung beleuchtet ausführlich die wichtigsten biologischen, hormonellen und soziokulturellen Faktoren,...