Krafttraining in den Wechseljahren: Kein Lifestyle, sondern medizinische Notwendigkeit
Was früher funktioniert hat, reicht jetzt nicht mehr Viele Frauen erleben ab Mitte 40 eine irritierende Diskrepanz: Sie essen nicht wesentlich anders, bewegen sich wie früher, gehen vielleicht weiterhin joggen, machen Yoga oder besuchen gelegentlich Kurse – und dennoch verändert sich der Körper. Die Kraft lässt nach, der Bauchumfang nimmt zu, die Regeneration dauert länger, Gelenke fühlen sich empfindlicher an, Schlaf und Stimmung werden unberechenbarer. Was mit 30 oder 35 noch zuverlässig funktionierte, kann ab 45 plötzlich zu wenig, zu einseitig oder sogar kontraproduktiv sein. Der entscheidende Unterschied liegt nicht in mangelnder Disziplin, sondern in der Biologie. Die Wechseljahre sind keine kurze Episode, sondern ein mehrjähriger hormoneller Umbau. Sinkende Östrogenspiegel verändern Muskelstoffwechsel, Knochenstoffwechsel, Fettverteilung, Insulinsensitivität, Entzündungsprozesse und die Fähigkeit des Körpers, sich an Trainingsreize anzupassen. Deshalb braucht der Körpe...