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Warum Du über Glycin nachdenken solltest?

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  1. Was ist Glycin? Glycin ist die kleinste proteinbildende Aminosäure und kommt in nahezu allen Eiweißen des Körpers vor. Obwohl Glycin traditionell als „nicht-essenziell“ gilt, weil der Körper es selbst herstellen kann, wird in der Forschung diskutiert, ob die Eigenproduktion in bestimmten Lebensphasen oder bei erhöhtem Bedarf immer ausreicht. Besonders wichtig ist Glycin für Kollagen, Glutathion, Kreatin, Häm, Gallensäuren und verschiedene Stoffwechselwege. Als Supplement ist Glycin vor allem deshalb interessant, weil es mehrere Eigenschaften kombiniert: Es schmeckt leicht süß, ist wasserlöslich, meist gut verträglich und wird in Gramm-Dosierungen eingesetzt. Gleichzeitig sollte Glycin nicht als Wundermittel verstanden werden. Die stärkste praktische Evidenz liegt derzeit bei der Unterstützung der Schlafqualität; viele weitere Vorteile sind biologisch plausibel, aber klinisch noch nicht abschließend bewiesen. 2. Glycin als Süßstoff und alltagstaugliches Pulver Der Name ...

Schützt täglicher Konsum von Joghurt, Probiotika und Präbiotika vor Darmkrebs?

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  Grundlage: Tu, C.-W. und Wang, H.-L. (2026): „Association between probiotic, prebiotic, and yogurt consumption and colorectal cancer: real-world evidence from the US NHANES“, veröffentlicht in Nutrition & Diabetes . Die Studie untersucht anhand von US-amerikanischen NHANES-Daten, ob der Konsum von Joghurt, Präbiotika oder Probiotika mit der Häufigkeit von Darmkrebs bei Erwachsenen ab 50 Jahren zusammenhängt. 1. Einleitung Das kolorektale Karzinom, also Krebs des Dick- oder Enddarms, gehört weltweit zu den bedeutendsten Krebserkrankungen. Seine Entstehung wird nicht durch einen einzelnen Faktor bestimmt, sondern durch ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, Lebensstil, Umweltbedingungen und Ernährung. Besonders gut belegt ist, dass bestimmte Ernährungsgewohnheiten das Risiko beeinflussen können: Ein hoher Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch gilt als ungünstig, während eine ballaststoffreiche Kost mit einem geringeren Risiko in Verbindung gebracht wird. In...

Wie Kreatin das Immunsystem bei Tumoren unterstützen könnte?

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  Kreatin und Krebsimmuntherapie: Einordnung einer präklinischen UCLA-Studie Ausgangsfrage: Kann Kreatin, ein seit Jahren bekanntes Nahrungsergänzungsmittel aus dem Sportbereich, Immunzellen so unterstützen, dass sie Tumoren besser erkennen und eine antitumorale Immunantwort auslösen? Die aktuelle Diskussion geht auf eine präklinische Studie von Elliot Kang, James Elsten-Brown, Yu-Chen Wang und Kolleginnen und Kollegen zurück, die 2026 in iScience unter dem Titel Creatine uptake promotes dendritic cell activation and enhances antitumor immunity veröffentlicht wurde. 1. Einleitung: Vom Fitness-Supplement zur immunologischen Forschungsfrage Kreatin ist vor allem als Substanz bekannt, die im Muskelstoffwechsel eine Rolle spielt und als Nahrungsergänzungsmittel im Kraft- und Leistungssport genutzt wird. Im Zentrum steht dabei seine Funktion im zellulären Energiestoffwechsel: Kreatin kann über das Kreatin-Phosphat-System dazu beitragen, kurzfristig Energie in Form von ATP berei...

Wer diese 3 Werte beachtet, schützt sein Herz ein Leben lang

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  Cholesterin allein erzählt nur einen Teil der Geschichte. Wer seine Werte für Lp(a), ApoB und Triglyzeride kennt, kann das persönliche Herz-Kreislauf-Risiko deutlich besser einschätzen und gezielter handeln. Viele Menschen kennen ihren Gesamtcholesterinwert, einige auch ihr LDL-Cholesterin, das häufig als „schlechtes Cholesterin“ bezeichnet wird. Für eine moderne Prävention reicht dieser Blick jedoch nicht immer aus. Entscheidend ist nicht nur, wie viel Cholesterin im Blut transportiert wird, sondern auch, welche Partikel unterwegs sind, wie viele davon vorhanden sind und ob zusätzliche Risikofaktoren bestehen. Besonders wichtig sind daher drei Werte: Lipoprotein(a), kurz Lp(a) Apolipoprotein B, kurz ApoB Triglyceride Lp(a): der oft übersehene genetische Risikofaktor Lp(a), ausgeschrieben Lipoprotein(a), ist ein spezielles Blutfettpartikel. Es ähnelt LDL, trägt aber zusätzlich Apolipoprotein(a). Erhöhte Lp(a)-Werte gelten als eigenständiger Risikofaktor für atheros...