Bis zum Muskelversagen trainieren? Was eine neue Studie über Kraft und Muskelaufbau wirklich zeigt
Warum der Geschwindigkeitsverlust an der Hantel entscheidet, ob ein Trainingsplan eher Kraft oder eher Muskelmasse liefert Der Mythos vom Alles-Geben Wer im Kraftraum wirklich alles gibt, trainiert bis zum Muskelversagen – so lautet eine der hartnäckigsten Überzeugungen im Krafttraining. Erst wenn die letzte Wiederholung nicht mehr gelingt, hat man angeblich das Maximum aus einem Satz herausgeholt. Diese Vorstellung ist tief verwurzelt in Trainingsratgebern, Foren und Studios, und sie klingt plausibel: mehr Anstrengung, mehr Reiz, mehr Ergebnis. Eine 2026 in Medicine & Science in Sports & Exercise veröffentlichte Studie mit 158 trainierten Männern stellt dieses Dogma differenziert infrage. Nicht, weil hartes Training nutzlos wäre, sondern weil die Studie zeigt, dass der Punkt, an dem man einen Satz abbricht, kein einzelnes Optimum hat, sondern eine echte Weichenstellung ist: Wer früher aufhört, gewinnt an Maximalkraft. Wer bis nahe ans Versagen geht, gewinnt an Musk...